Bericht zum Jahresausflug des SPD Ortsvereins Ziegelhausen

Veröffentlicht am 18.10.2016 in Ortsverein

Der Ortsverein in Bad Friedrichshall

Trotz des schwierigen Termins am langen Wochenende zum 1. Oktober fanden sich um 10:45 Uhr am Bahnhof Heidelberg-Schlierbach 16 Mitglieder des SPD Ortsvereins Ziegelhausen ein, um zusammen auf Jahresausflug zu gehen.

Das schlechte Wetter sollte dabei keine Rolle spielen, denn das Ziel des Ausfluges, das Salzbergwerk in Bad Friedrichshall, liegt ganze 180 Meter unter der Erde. Wolfgang Dürr übernahm im Original Bergmannsanzug die Führung, welche am Schacht „König Wilhelm II“ mit einer 30 Sekunden dauernden Abfahrt im zweistöckigen Förderkorb beginnt. Begonnen wurde mit dem Abbau von Salz in Bad Friedrichshall im Jahre 1899 als der Schacht fertig abgeteuft war, wie es im Fachjargon heißt. Unten angekommen, erfährt man sogleich von einer Besonderheit von Salzbergwerken: die kristalline Struktur des Salzes besitzt eine hohe statische Eigenschaft, so dass keinerlei Stützen benötigt werden, um die Stollen abzusichern. Das Salz wird also nicht vollständig abgebaut - man lässt für Wände, Boden und Decke eine genügend dicke Schicht zurück. Mittels Zunge wurde dies von einigen der Genossinnen und Genossen auch geschmacklich bestätigt. Aufgrund dieser Eigenschaft braucht auch kein Besucher Sorge zu haben, er würde in den Stollen Platzangst bekommen: denn diese sind im wahrsten Sinne des Wortes gigantisch. Rund 15 bis 20 Meter hoch, ebenso breit und mehrere 100 Meter lang sind die abgebauten Salzkammern. In ihnen befinden sich beeindruckende und informative Licht- und Medieninstallationen, welche sowohl die geologischen, technischen und historischen Facetten des Bergwerks veranschaulichen. Die widrigen Arbeitsbedingungen zur Anfangszeit des Abbaus und die KZ-Gedenkstätte Kochendorf riefen dabei eindrücklich in Erinnerung, warum die Werte „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit” in der SPD eine so zentrale Rolle spielen. Mit dem Auslösen einer (simulierten) Sprengung - dies übernahm die stellvertretende Vorsitzende Helga Bauer-Giesen - endete die rund 2 ½ stündige Führung. Anschließend stärkten sich die Teilnehmer in der „Pizzeria Laguna“ und es wurde das Fazit gezogen, dass man unmöglich zu alt sein konnte, um nicht von diesem Ausflugsziel beeindruckt zu sein.

 

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